Mittwoch, 2. Dezember 2015

Plotsetting und co~

Long time no see, what? But here I am and I’ve got some interesting news for you guys!

Während ich so durch Tumblr sufte, fand ich einen interessanten Eintrag eines Autoren-Blogs, den ich eigentlich ganz passend fand und auf den ich mich hier auch gern beziehen möchte. Ich verlinke euch den Eintrag natürlich unter diesem Beitrag, immerhin plagiieren wir hier nicht!

Und da es sich hier bei meinem Blog ja auch um einen Autorenblog handelt, gibt es hier von mir die für euch teilweise übersetzten und mit meinen eigenen Ideen dazu gespeisten Tips, wie man Plot Pitfalls vermeiden kann.
Auf geht’s!

1.: Wir alle kennen es. Wir lesen über unsere fertige Kurzgeschichte oder gar über das fertige Manuskript eines ganzen Romans und müssen feststellen, dass sich einige Passagen anhören, als hätten wir sie uns „geliehen“. Aus einem Film, einem Roman, einem Hörbuch – irgendetwas, das wir einst gehört oder gesehen haben, setzen wir um und merken erst im zweiten oder dritten Lesen, dass das einem mächtig bekannt vorkommt.
Der Tipp hierzu ist: Druckt euch das Manuskript aus! Nehmt einen Textmarker und markiert jede Passage in eurem Text, der in irgendeiner Form mit einem anderen Buch o.a. Ähnlichkeit hat (vgl. http://howtowritemyownbook.tumblr.com/post/133277585835/11-plot-pitfalls-and-how-to-rescue-your-story) Das ist vor allem deswegen wichtig, weil man dann nicht so schnell des Ideendiebstahl bezichtig werden kann. Mir selbst ist es oft aufgefallen, wenn ich Fantasy-Romane schreibe.
J.J.R. Tolkien (Herr der Ringe/Der Hobbit) ist für mich der Gott des Fantasy, dicht gefolgt von G.R. Martin (Game of Thrones) und auch J.K. Rowling (Harry Potter) gehört für mich dazu. Aber ich in meinen Geschichten auch nur die kleinste Passage finde, die ich ähnlich in einem der Bücher gelesen habe, streiche ich sie ohne zu zögern. Immerhin will ich meine eigene Geschichte, meinen eigenen Roman mit einer eigenen Welt und eigenen Personen. Wenn ich etwas übernehmen wollen würde, würde ich eine Fanfiktion schreiben. Deswegen ist es wichtig, diese Passagen zu kennzeichnen und letztlich dafür zu sorgen, dass man vielleicht durch Notizen am Rand oder einer Kladde andere Ideen festhält, die man verwenden kann oder auch nur eine Bemerkung macht, dass man hier definitiv noch einmal dran arbeiten muss.
Nur so etwas verlangt auch viel Geduld und Disziplin. Die Überarbeitung eines Manuskripts ist stets der eigentlich aufwändigste Teil des ganzen Prozesses. Denn gerade in dieser Nacharbeitung verpasst man dem Stück den Feinschliff, der fehlt um es von einem Stück Kohle zu einem Diamanten werden zu lassen.

2.: Wenn der Leser bereits weiß, was passiert (vgl.), habt ihr ebenso ein Problem. Denn dann legt er/sie das Buch aus der Hand und hat keine Lust, es weiter zu lesen. Dasselbe kennt man doch vom Film, nicht wahr? Wenn man bereits am Anfang weiß, worauf die Story hinausläuft, schaltet man den Film aus oder sucht einen anderen im Programm.
Ihr kennt das vielleicht von einigen Büchern oder auch Filmen. Es ist langweilig, wenn man weiß was passiert oder das Buch voll von langweiligen Mary Sues und Garry Stues ist. Wo bleibt da die Spannung, wo ist der Plot Twist? Oder wann kommt das Plot Bunny?
Tipp: Vermeidet Plotideen, die abgegriffen sind. Das heißt, versucht einen Bogen um Ideen zu machen, die es zuhauf auf dem Markt gibt (vgl. http://howtowritemyownbook.tumblr.com/post/133277585835/11-plot-pitfalls-and-how-to-rescue-your-story)
Mein Tipp: Selbst wenn ihr einen abgegriffen Plot als Grundlage gewählt habt, kann man da noch immer etwas daraus machen. Ihr müsst nur die Schwachstellen finden! Und wenn ihr sie nicht findet, dann fragt einen Kumpel, ob er mal ein Auge auf euer Manuskript wirft und euch die Schwachstellen aufzeigt (Kritik von anderen IST wichtig, denn eure Augen allein sehen nicht alles, glaubt mir). Und auf der Grundlage könnt ihr dann wunderbar an einer Lösung pfeilen.

3.: Der Plot ist zu komplex (vgl. http://howtowritemyownbook.tumblr.com/post/133277585835/11-plot-pitfalls-and-how-to-rescue-your-story)
Ihr schreibt ein Buch, in dem noch tausende von Nebenhandlungen eingebaut sind, damit man den Hauptplot versteht? Sie hat etwas erlebt, das nun dazu führt, dass sie das tut und das tut sie nur, weil sie das früher getan hat und sie denkt, dass das richtig ist, weil da dieser eine Kerl ist, der das vor drei Jahren in dieser einen Situation gesagt hat? Äh, what?
Und das alles ist wichtig zu wissen, nur damit man ihre eigentliche Handlung im Buch versteht?
Solche vielschichtigen Handlungen, die nur durch beispielsweise fünf Nebenhandlungen verstanden werden können, sind zu viel. Dabei verklemmt jede Hirnwindung und man hat keine Lust mehr, weiter zu lesen. Natürlich sind einige Nebenhandlungen oder Wege in die Vergangenheit nötig, wenn man einen vielleicht innerlich kaputten Charakter hat, der eiskalt zu anderen ist. Natürlich kann man dann einen Abstecher in die Vergangenheit machen und erklären, warum er so ist, wie er ist. Aber nicht nur in einem Kapitel. Stückchenweise reicht es auch aus. Vielleicht erklärt ihr in einem Kapitel, warum er andere nicht an sich heranlässt damit, dass er im Krieg viele Freunde und Kameraden verloren hat und es nicht erträgt, weitere Menschen verlieren zu müssen. Und vielleicht erklärt ihr dann in einem anderen Kapitel, dass er sich genau deswegen auch so kalt verhält, damit niemand es wagt, an ihn heranzukommen.
Man kann ohne sehr verdichtete Komplexität dafür sorgen, dass ein Plot nicht zu oberflächlich aber gleichzeitig nicht zu hohl ist. Versteht ihr, was ich damit meine?
Es braucht vielleicht ein bisschen Planung, einen Zeitverlauf und oft auch einen genauen Überblick, um so etwas zu schreiben, aber hier ist PLANUNG ein Punkt, um den man nicht herumkommt, wenn man einen recht komplexen Charakter nicht ZU undurchsichtig und verwirrend werden lassen will. Denn dadurch kann auch oft die ganze Handlung überkomplex und undurchsichtig werden.

4.: Logik.
Logik ist ein großer Faktor in jeder Geschichte. Warum sollte ich etwas lesen wollen, das absolut unlogisch ist? Das ganze Plotsetting ist verworren, ergibt keinen Sinn und ist auf losem Fundament gebaut, das bei jeder weiteren Seite des Buches weiter zu bröckeln scheint.
Auch hier ist es wichtig, dass ihr diese Schwachstellen findet. Gegebenen Falls mit der Hilfe eines Freundes oder des Bruders/der Schwester, was auch immer. Aber Hauptsache ist, dass ihr diese Problemstellen findet und sie behebt. Es wäre nicht schön, wenn man diese Schwachstellen unentdeckt lässt und dann feststellen muss, dass sie die ganze Story kaputt machen und niemand sie deswegen lesen möchte.
Daher ist es wichtig, dass ihr euch vielleicht einen Verlaufplan macht. Ich hab auch nicht viel von langen Plänen und generell Storyplanning gehalten, aber es ist wirklich wichtig. Wenn man nicht immer wieder nachgucken will, was man ca. 100 Seiten vorher geschrieben hat, dann lohnt es sich wirklich, einen Plan anzulegen (abgesehen davon ist es auch eine gute Möglichkeit, um den Kopf von Ideen leer zubekommen und weiter denken zu können, anstatt ewig auf derselben Stelle zu treten, bis man mal was geschrieben bekommt).

Dies sind natürlich weniger Punkte als in dem original Tumblr-Post, aber das hier sind die für MICH WICHTIGSTEN Punkte auf der Liste.


Greez~

Samstag, 5. September 2015

Die Kunst zu schreiben

 Hey my little cupcakes!

Ich bin schon länger am überlegen, ob ich das hier machen soll oder nicht, weil ich mir sicher bin, dass es ein mega langer Post werden wird. Zudem bin ich auch am überlegen, ob ich mir einen extra Youtube-Kanal zulege und mal ein paar Videos dazu abdrehe, weil ich bisher immer nur Textposts diesbezüglich gesehen habe, wenn ich überhaupt was gefunden habe. 
Also wenn ihr bock auf 'nen Vlog/Blog-What-ever-Kanal auf Youtube habt, einfach mal 'nen Kommi dalassen, weil ich irgendwie meine Reichweite erweitern mag. 

Also - zum Wesentlichen des Posts heute: Die Kunst zu schreiben. Jo, das is auch Titel des ganzen Dings-Das und ja. Ich möchte hierbei einfach darüber reden, was einen guten Autor für mich ausmacht und wie man sich verbessern kann. Die Idee zu so einem Post hier kam mir während einiger Gespräche mit anderen FF-Autoren und auch im Gespräch mit freien Autoren wie ich es eben einer bin. Jemand, der seine eigenen Sachen schreibt. 

So: Halten wir fest, dass es Fakt ist, dass man auch ohne Talent etwas schaffen kann. Vielleicht haben die, die das sogenannte "Talent in die Wiege gelegt bekommen haben", einen etwas einfacheren Weg vor sich als die, die kämpfen müssen.
Nehmen wir nur mal die Leute, die eine Lese-Rechtschreib-Schwäche haben. 
Das heißt nicht gleich, dass sie beschissene Autoren sind. Diese Menschen haben einfach nur eine kleine Blockade im Kopf, was die richtige Orthographie und Interpunktion (etc) angeht. Ich hatte von so jemanden vor einigen Jahren bereits eine Story auf dem Tisch, die ich Korrektur las. Die Idee war der Hammer! Das muss ich echt gestehen. Die Umsetzung war, weil es eben ein Schreibanfänger war, noch etwas schwammig und unscharf, aber das tat nichts zur Sache. Mit ein wenig Übung kann man auch schwammige Umschreibungen etc. in den Griff bekommen. Das einzig Schlimme war eben die Rechtschreibung und die Zeichensetzung, das Einhalten des Tempus etc. Nur dafür können die Menschen leider nichts, man kann ihnen nur versuchen zu helfen.
Und genau da sind wir am Punkt angekommen: Nur weil ihr die Rechtschreibung nicht beherrscht, heißt es nicht, dass eure Idee oder die Story vollkommener Bullshit ist. Für so etwas gibt es Menschen wie mich. Die studieren, die Orthographie und Interpunktion, Syntax und all diesen Trallafiti beherrschen und dementsprechend Hilfe leisten. Mal für umsonst, mal für ein bisschen oder eben als richtiger Lektor/Korrektor für einen Normseitenpreis von sagen wir: 1,50€ pro Seite. Geht alles. Also kann man davon ausgehen, dass auch jemand mit wenig Rechtschreib-Skills ein Buch schreiben und auch veröffentlichen kann. 

Punkt zwei: 
"Dein Buch ist scheiße!" - Ne! NE! 
Ich für meinen Teil finde, dass so etwas wie 50 Shades of Grey eben kein gutes Buch ist, aber das liegt an meiner Auffassung von Literatur und einem guten Buch. Das hat nichts damit zutun, ob andere es gern lesen. 
Lasst euch nicht davon beeindrucken, wenn eine einzige Person (die am besten gerade mit Hängen und Würden eine Deutschanalyse o.Ä. anfertigt) meint, euer Buch sei Bullshit. Lasst euch nicht entmutigen! Es ist euer Werk oder wie ich immer sage: Es ist mein Baby! Und dabei bleibt es. Ihr könnt schreiben, worüber ihr wollt, solange es euch glücklich macht. Hinterher könnt ihr es immer noch editieren, neu schreiben, neue Passagen einfügen etc.pp. Aber lasst euch niemals wegen ein paar Worte einschüchtern! So lange es euch gefällt und ihr hinter der Idee steht, hinter euren Charakteren und dem Verlauf, dann rockt das Ding!

Punkt drei: 
"Dein Stil ist Mist. Viel zu neutral. Viel zu kindlich!"
Jo, kann alles sein. Anfangs hat man es noch nicht so raus, wie man sich die Konnektoren, die Interpunktion und alle Elemente des Textes zu Nutzen macht, um einen tollen, flüssigen Text zuschreiben, in dem nicht nur Sätze aneinander gereiht sind, sondern in denen jeder Satz auf dem anderen aufbaut. Dass man diese flüssigen, tollen Übergänge wie ein Profi schreiben kann, dauert und braucht viel Übung. 
Ich habe vor 8 Jahren anfangen zu schreiben und das war damals nur ein Schatten dessen, was ich nun zu Papier bringe. Ohne überheblich klingen zu wollen. Aber es ist einfach so, dass es Zeit braucht, bist man seinen eigenen Stil gefunden hat. Viele kopieren oder versuchen anfangs den Stil von tollen Autoren zu kopieren. Ich habe damals vieles auf Fanfiktion.de gelesen, das verkrampft den Stil von J.K Rowling (Harry Potter) oder J.R.Ward (Black Dagger) übernommen haben. Andere versuchten wie Tolkien (Herr der Ringe) zu schreiben und scheiterten kläglich, weil der Stil nicht mit dem eigenen übereinstimmte. Man kann nicht kopieren. Es geht einfach nicht. Jeder hat seinen eigenen Stil und es dauert bis man ihn gefunden hat. Bei einigen dauert es länger, bei anderen vielleicht nur ein Jahr. 
Hinzukommt, dass man viel üben muss. Wie bei allen anderen Punkten des Lebens muss man üben. Nur weil man eine beschissene Kurzgeschichte geschrieben hat und vielleicht nicht so tolle Resonanz erhielt, muss man nicht gleich sagen: Jo, mein Stil is' scheiße, ich schreibe nie wieder etwas!
Wenn ich so auf meine Anfänge zurückblicke, bekomme ich das kalte Kotzen, das kann ich euch sagen. Allein weil sich vieles verändert hat, was meinen Stil, meine Formulierungen und auch das ganze Layout und den Storyaufbau angeht. Damals war es so 'Subjekt - Prädikat - Objekt - Punkt' und dann kam ein Absatz. Wieder ein einfacher Satz und ein Absatz. Komplexe Sätze habe ich zu meiner Anfangszeit nie geschrieben. Vielleicht mal ein simples Gebilde aus Hauptsatz-Nebensatz, aber ich habe Bögen (!!) um verschachtelte Sätze gemacht. Jetzt bestehen 1/4 meiner Texte aus komplexen Konstruktionen und ich bin froh, dass es so gekommen ist. Aber solche Formulierungen aufs Papier zu bekommen, ohne dass es gestelzt und künstlich wirkt, ist eben eine Sache, die man stets üben muss. 

Punkt vier: 
Ausdruck. 
Einige schreiben locker lässig dahin und es ist cool. Andere lieben es gestelzt, extravagant und verschnörkelt. Und es ist alles ok. 
Nur bitte! Bitte vermeidet so viele Wortwiederholungen. Er sagte, er sagte, er sagte ... er sagte. Ja super! 
Es gibt auch noch: 
meinen, 
glauben, 
wissen, 
flüstern, 
wispern, 
rufen, 
schreien, 
weinen, 
heulen, 
lügen, 
sprechen, 
keifen,
grölen [...]
Die Liste ist beliebig erweiterbar. Aber schreibt nicht immer er/sie/ich/du sagst. 
Eine tolle Seite die ich benutze, wenn ich nicht gerade auf ein Synonym für ein Wort komme, aber merke, dass ich zu viele Wortwiederholungen benutze ist ein.anderes-wort. Man gibt ein Wort ein und bekommt viele/manchmal auch keine Vorschläge und es ist herrlich, auch mal andere Begriffe zu verwenden als ein und denselben. 
Ihr könnt auch Schimpfwörter verwenden. Nur weil man es im RL nicht immer macht, heißt nicht, dass eure Charaktere es nicht dürfen. Sowas wie 'scheißegal' oder 'beschissene xy' können auch ruhig im Text außerhalb der gesprochenen Sprache/der Gedankenwelt oder der Ich-Perspektive auftauchen. Natürlich nur, wenn ihr nicht gerade einen High-Fantasy-Roman schreibt, dann passt es vielleicht nicht ganz so gut. 
Aber im Grunde ist es egal, solange ihr dem Ton eurer Story treubleibt.

Punkt 5: 
Dynamik. 
Wie oft habe ich Fanfiktions und auch freie Arbeiten gelesen und gedacht: Hm, gleich schlag ich den Kopf auf den Tisch. 
Dynamik ist nicht nur ein toller Schreibstil. Es ist auch die Gesprächssituation.
Wenn ihr platte, langweilige Dialoge habt, die wirken als würde niemals irgendwer so sprechen und es fällt am besten noch jemanden auf und sagt es euch, dann ist da irgendwas im Busche. 
Gut, ich sagte: Bleibt eurem Stil treu! 
Aber das heißt nicht, dass ihr keine Verbesserungsvorschläge annehmen sollt. Wenn euch jemand sagt/ oder am besten mehrere Leser euch sagen, dass eure Dialoge zu abgehoben, zu weltfremd oder zu flach etc. sind, solltet ihr mal drauf achten und mit anderen Augen über eure Texte lesen. Es fällt einem vielleicht manchmal nicht sofort auf, aber manchmal sieht man es auch ein. Wie bereits in Punkt vier erwähnt, sind abwechslungsreiche Verben wichtig. Aber Adjektive (Wie-Wörter) sind auch wichtig. 
Wenn Person xy etwas sagt, dann kann das laut passieren, leise passieren, flüsternd, heiser - all so etwas. Manchmal ist ein Adjektiv der Retter der Situation. Ein kleines, einfaches Wort, das sofort alles verändern kann. Denn es ist ein Unterschied ob man etwas gehässig sagt (dann bekommt es eine negative Färbung) oder ob man es lachend sagt. Die Sache hier ist einfach, dass man der vorgestellten Gesprächssituation einfach eine ... na ja, nennen wir es Farbe gibt. Der Leser soll doch wissen, wie sich die Person fühlt und was sie denkt, welche Emotionen sie hat und so etwas wird oft über die Gesprächssituation etc. überliefert und wenn dann da nur steht (am besten immer wieder) er sagt, dann würde ich als Leser auch denken: Jo! Ne gefühlsneutrale Person. Ok. 
Aber es ist ja nicht nur das: Adjektive sind eure Freunde! Benutzt sie. Ich merke immer wieder wie sehr mir die Adjektive in einigen Storys fehlen, die ich lese. 
Ihr müsst euch in die Charaktere einfühlen.

Punkt fünf: 
Und hier sind wir bei den Charakteren!
Nehmen wir an, man hat eine Mary. Mary kann alles. Intelligent, hübsch, freundlich - sie ist PERFEKT. Sie kann alles. Die tut alles. Sie hat nie schlechte Laune. Immer perfekt gestyled, perfekt gekleidet, nie ein Fleck am Kleid etc... 
Oder Stue. Stue hat viele Freunde. Stue macht nie Fehler, er ist nie sauer...
Merkt ihr, was ich meine?
Mary und Stue sind diese "Hasspersonen", diese Personen, die niemand abkann, weil sie fucking perfect sind. Solche Menschen gibt es nicht. 
Ich könnte mich Stunden lang darüber aufregen, dass es diese Menschen in Büchern echt gibt. Die, die keine Fehler, keine Angst haben, keine Makel - kein Nichts. Dabei ist es gerade das, was man will. Verletzlichkeit, Fehlverhalten, Fehler, Fettnäpfe. All das macht einen Menschen menschlich. 
Fühlt euch in die Personen ein, die ihr beschreibt. Gebt ihnen Zweifel. Gebt ihnen Liebe (verzweifelt, unerwidert, gebrochen - scheißegal!). Gebt ihnen Freunde - Falsche sowie Richtige. Macht sie arm, macht sie reich, macht sie nach mehr strebend oder genügsam. Aber macht sie nie perfekt!
Ich zb. nutze viele Dinge, die ich so im RL erlebe. Das habe ich ja schon einmal erwähnt, in einem etwas älteren Post. Die Umwelt gibt euch so viel. 
Setzt euch mal in den Park oder an einen Spielplatz (vorsicht, hier nicht so pedophil wirken, die Mütter gucken manchmal komisch xD) oder einfach nur an einen anderen Ort, wo viele Menschen sind. Schaut euch die Personen um euch herum an und speichert so Kleinigkeiten ab. Komisches Lachen, Grübchen bei einer Person, vielleicht Narben, vielleicht schielt jemand oder hat einen merkwürdigen Gang, vielleicht gestikulieren sie viel, vielleicht reden sie viel, andere hingegen schweigen lieber, einige suchen vielleicht die Nähe zu anderen, andere sind vielleicht lieber allein. Vielleicht fällt euch eine besonders selbstbewusste, molligere Person auf, oder jemand der skinny aber nicht krank wirkt. 
Solche Kleinigkeiten schon mal zum Aussehen oder zum Verhalten speichern. 
Charaktere kann man immer entwickeln. Mal hat man das Badass, das jeder liebt und dass gar nicht so hart ist. 
Oder das absolute Weichei (vielleicht in einer Kriegsgeschichte - der Kerl, der sich in die Hose scheißt, aber dann seine ganze Einheit rettet?). Das Mädchen mit den langen Zöpfen und den graue Maus Image, das auf Partys am Wochenende im Gothclub abgeht, als gäbe es kein Morgen. Der Sterber, der zu Hause sitzt und Heavymetal hört. Der Mathenoob, den niemand ernstnimmt, aber der eigentlich 'nen ganz cooler Typ ist. 
Einfach mal mit so etwas spielen. Selbst Klischees gehen. Der typische klischee Schwule mit hoher Stimme und seinem Tüdeldü-Verhalten, der aber eigentlich ein ganz cooler Typ ist und im Altenheim den Omas das beste Leben mit vielen Witzen und einem Dauergrinsen auf dem Gesicht beschert?
oder der Muskelprotz mit Tattoos und einem Dobermann zu Hause, der im Kindergarten als Erzieher arbeitet? 
Ich stehe auf so etwas. Es ist so absolut mein liebstes Hobby, mit solchen Dingen zu experimentieren und die Leute zu überraschen. 
Der Perfektboy von Nebenan, von dem alle denken, er führt das perfekte Leben mit perfekten Eltern und viel Geld, eigenem Haus und all diesen Sachen. Aber was niemand weiß: Seine Mutter ist bereits mit fünfundvierzig dement, sein Vater im Einsatz im Irak gestorben, sein Bruder leicht behindert und sein Onkel ist die einzige Person, die ihm hilf. 
Einfach mal ... probieren. Natürlich sind zu viele Fehler und zu viel Perfektion auch nicht geil, aber nur die Übung und das Experimentieren bringen den Erfolg und das Händchen dafür, komplexe Personen zu erschaffen. 

Punkt sechs: 
Vorplanen vs. losschreiben.
Ich bin so der Typ, der nie plant, weil ich dann nie Bock aufs Weiterschreiben habe. Andere hingegen brauchen diesen langen Vorlauf, müssen wissen, was passiert, um sich an der Story lang zu hangeln. 
Das muss jeder für sich entscheiden. Ausprobieren und gucken, was man am liebsten machen mag oder was einem besser liegt. 

Punkt sieben:
Kritik annehmen. 
Ja, ich weiß, manchmal ist es hart, aber manchmal hilf es auch. So werden Schwachstellen deutlich, an denen man arbeiten kann. 
Ist es eher die Rechtschreibung?
Oder doch eher der Plot der Lücken hat?
Vielleicht doch eher die ganze Logik an sich?
Nur Probeleser (Mutter, Vater, Geschwister, Freunde etc.) können einem dabei helfen, niemand sonst. Man selbst sieht es nie so kritisch, aber man braucht Kritik. Auch wenn es wehtut, hart ist und man alles hinwerfen will - ich kenn das, aber durch den Sumpf muss man durch, wenn man was erreichen will. Wie immer im Leben.


Worauf ich mit diesem ganzen Post hinauswollte ist Folgendes:
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 
Jeder musste arbeiten und trainieren, üben und leiden, bis man dahin kam, wo man hin wollte. 
Nur weil ihr eine Geschichte geschrieben habt, heißt es nicht, dass ihr schreiben könnt. 
Man sieht selbst welche Fortschritte bzw. Veränderungen der eigene Stil durchmacht, wenn man viel schreibt. 
Wie gesagt kann ich meine Veränderungen beinahe jährlich abstecken, weil ich jeden Tag schreibe. Jede freie Minute - immer. Es gibt immer etwas, das ich schreiben kann. 
Und ich weiß auch, dass ich im Bereich des akademischen Schreibens noch viel tun muss, weil ich aus dem saloppen Trott meiner Romane nur schwer herauskomme und mich auf die akademische Ausdrucksweise einlassen muss. Es ist schwierig und bedarf viel Übung. 
So ist das mit allen Bereichen des Schriftstellerdaseins. Nichts ist einfach so da. Man muss alles erarbeiten und sich vieles beibringen bzw. beibringen lassen. 
Talent ist eine Sache, aber Üben ist eine andere. 
Wenn jemand sagt: Das ist scheiße. Oder mehrere sagen das, dann setzt man sich hin, sucht die Fehler und schreibt ggf. das ganze Ding um, bis jemand kommt: Wow! Das ist klasse!
Es muss nur eine einzige Person sagen, dass es toll ist und schon weiß man, dass man es wenigstens für eine Person richtig gemacht hat. Aber ohne Kritiker, Hater und Fans kommt man nicht weiter. und vor allem nicht ohne ÜBUNG!!!
Wie viele haben aufgegeben und gesagt, sie können es nicht, weil sie ihren Stil selbst doof fanden? Viele. Zu viele. Aber villt. könnten diese jetzt bereits Bestsellerautoren sein?
Die Kunst zu schreiben ist nicht, einfach hinzugehen und zu sagen: JO! Ich hab hier was geschrieben!
Es ist, sich auch mal verzweifelt hinzusetzen und zu denken, dass alles Scheiße ist, aber im nächsten Moment wieder dazusitzen (am Rechner, Schreibmaschine, mit dem Füller) und weiterzuschreiben!
Niemals aufzugeben und sich stets weiterentwickeln zu wollen, das ist die wahre Kunst dahinter. 

So, damit einen schönen Samstag und lasst ruhig Kommentare bezüglich des Youtube-Kanals da :) Hätte schon Lust so einen Kanal rund ums Schreiben und so zu machen (mit ein paar Tips und Tricks fürs dunkle Gothleben und Musik - Randomstuff eben). 
Würde mich freuen und hoffe, dass es euch gefallen hat ^^

Love, 
Alli!

Freitag, 4. September 2015

Are you ok? Are you still there? - FUCK YEAH! I'm still here!

Hey my little Cupcakes! I know, it's been a while since my last update, but here it comes! 

Ich bin einfach mal faul und füge für diesen Teil meines Blogpostes einfach was von meiner Facebook-Site ein, weil ich das nicht wieder alles runterschreiben mag und ich mit dem Post eigentlich ganz zufrieden war. Und zwar war der Anlass für besagten Post auf FB die vielen Fragen in den Mails nach meinem Verbleib. 

Leute! Ich bin nicht weg und hier noch mal kurz die Gründe bzw. die Bestätigung, dass ich noch lebe!

"Momentan erreichen mich vermehrt Mails, in denen ich die Frage erhalte, was los ist. Warum kommen keine neuen Fanfiktions-Kapitel? Gehts mir gut? Ist alles ok bei mir? Oder warum melde ich mich nicht mit neuen Kapiteln zurück?
Auf die erste Frage antworte ich hier Folgendes: Ich schreibe momentan an eigenen Geschichten, die ich nicht online stellen werde.
Frage 2 &3: Ja, mir geht es gut. Ist alles - noch immer - ein bisschen chaotisch, aber es ist soweit alles in Ordnung.
Ich finde es unglaublich süß von euch, dass ihr euch Sorgen/Gedanken um meinen Verbleib macht und es schmeichelt mir unglaublich, auch wenn es mir gleichzeitig leid tut, dass die FFs unter meinem Privatleben und meinen Zielen meiner Autorenlaufbahn wegen leiden müssen.
Aber ich verspreche es euch noch einmal: Ich werde die FFs bald weiter schreiben!
"

Es ist nur einfach so, dass ich momentan auch einfach keine Lust habe, Charaktere von anderen Autoren/Mangaka etc zu benutzen, wenn ich selbst so viele Ideen für meine eigenen Sachen habe. Und ich muss diesem Ideentumult in meinem Kopf glatt bekommen, weil ich wie gesagt Hausarbeiten schreiben muss. Und meine Ideen für die eigenen Storys sind mir dann wichtiger als die, die ich für ne FF habe. Bzw. benutze ich die Idee dann lieber für eine eigene Storys als für eine FF, die ich nie bei Kindle online stellen oder einem Verlag präsentieren kann. Ich hoffe, ihr versteht das alles :) 
Aber keine Sorge! Wie gesagt, ich bin nicht weg! Es geht weiter und ich halte euch auf dem Laufenden!

So keep readin', cause it's healthy af! 

Love, 
Alli!


Donnerstag, 23. Juli 2015

Deep Blue (Arbeitstitel)

Immer wieder was Neues, das eigentlich schon alt ist. Deep Blue gibt es seit etwa zwei Jahren bald - zumindest auf meinem Rechner und ich will sie unbedingt beendigen, aber muss sie dafür erst einmal neu schreiben, weil der alte Stil nicht mehr an meinen jetzigen Schreibstil passt. Ich wollte mich in den Semesterferien, die jetzt begonnen haben, dran setzen. Mal sehen, was dabei rumkommt :O
Ich wagte mich in Gefilde, in denen ich zu vor nicht geschwommen bin. Beziehungsweise, in denen ich vorhabe, öfters schwimmen zu gehen.
Klassische Fantasy - Mermaids, Drachen und co. 
In diesem Fall jedoch erstmal nur Mermaids, alles andere kommt vielleicht in anderen Geschichten mal vor. Mal sehen. 

Zusammenfassung:

"Das Universum und die Meere der Welt sind die wohl faszinierendsten Dinge, die die Menschheit zur Erforschung vor sich hat. Und gerade das Meer, so nah und doch so fern, kann so wunderschön wie bedrohlich sein. Darian, ein siebzehn Jahre alter Schüler, kennt keine größere Angst, als die vor dem Wasser. Nicht einmal in die Badewanne kann er steigen, ohne Angstattacken zu bekommen. Doch gerade seine größte und wohl einzige Angst wird er überwinden müssen, als seine Mutter ihn um etwas bittet. Etwas, das ihn nicht nur was die Angst betrifft an seine Grenzen treibt, sondern ihn vor Aufgaben stellt, die sein Verstand schier und ergreifend erst nicht überwinden will. Er war immer jemand, der nicht an Märchen glaubte und dann steht er einem solchen direkt gegenüber."

L'Amour et moi

 L'Amour et moi(Die Liebe und ich).

Die Story ist schon etwas älter, hat bisher nur den Prolog, aber ich wollte sie überarbeiten, weiterschreiben und euch einfach nur informieren, dass ich nicht tot bin oder so etwas, was meine Originale angeht. Ich bin diesbezüglich fleißig am schreiben und gucke, dass ich voran komme. 
Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommen könnte^^


Hier die kleine Zusammenfassung: 



"Das Letzte was er gebrauchen konnte, war das Verlangen nach einer Sommerromanze. Romanzen wurden überbewertet, Liebe wurde überwertet - er kam gut allein klar. Zumindest glaubte er das, denn bisher hatte es immer gut geklappt. Bis zu eben diesem einem Punkt, an dem es dann nicht mehr geklappt und dieses widerlich nagende Verlangen in seinem Inneren aufflammt. Verlangen nach Freundschaft, nach Nähe - seelisch und körperlich - und nach ... Liebe. Endlich wieder so zu fühlen, so zu empfinden wie bei der ersten Liebe. Das wünscht er sich - doch glaubt er nicht daran, dass er auf irgendeine Erwiderung stoßen würde."

Mittwoch, 22. Juli 2015

Persönliche Antworten auf Fragen, die im Verlauf so zusammenkamen :)

Long time no see, guys. So here's a new post. A (very) personal post about something that I was ask alot about lately.

Und zwar wird es darum gehen, warum und weshalb es mir als Autor so leicht fällt, mich in mehrere Personentypen/Charaktere hineinzuversetzen - egal wie schwierig die Vergangenheit der Person war, die Backgroundstory oder allgemein einfach nur ein Charakter jeglicher Bauart (ich nenn's einfach mal so). Und auch darum, war Personen mit gewissen Problemen und Störungen wie Selbstmordgedanken, Selbstverletzung, Angst etc. oft ein Thema in meinen Storys sind. Vor allem im Zusammenhang mit der jeweiligen Sexualität.

Fangen wir ganz vorn an: Es fällt mir einfach, mich in Personen/in meine Charaktere hineinzuversetzen, weil Menschen für mich einfach zu lesen sind. Ich kann eine mir vollkommen unbekannte Person ansehen und ich kann erkennen, wie es ihr/ihm geht. Es fällt mir einfach nicht schwer. Und vielleicht ist es deswegen kein Problem für mich einen absoluten Arschlochcharakter zu schreiben und ihm das absolute Gegenteil vorzusetzen. Oder komplexe Charaktere mit verschiedenen Problemen; Personen, die durch die größte Scheiße in ihrem Leben gewatet sind oder, oder, oder. Ich kann die Geschichte an dieser Stelle endlos ausweiten. Aber es ist einfach ein Teil meines Charakters, andere Leute zu verstehen - auch wenn sie nichts sagen. Denn es gilt auch hier: Du kannst nicht nicht kommunizieren. Selbst ein Schweigen ist eine Antwort, ein Weggucken ist eine Antwort. Alles was man tut, selbst in der Mimik, Gestik - in einfach allem, was ein Mensch tut, liegt Kommunikation. Ich habe viele Bekannte und ich hatte Freunde, die niemanden hatten, der es ihnen ansah. Ich hab das Glück mit einer Familie gesegnet zu sein, die für einen da ist, den Rücken stärkt und selbst wenn man den bisher größten Scheiß verzapft hatte, gibt es keine um die Ohren, vielleicht ein paar harsche Worte, aber danach verträgt man sich wieder. 
Einige Freunde hatten das nicht und auch wenn ich nicht gut im Reden bin, war ich immer gut im Zuhören und allein das reicht manchmal schon aus. Denn unter meinen Freunden hatte ich das persönlich nie. Ich versuchte immer für alle da zu sein, aber letztlich war es nur meine Familie, die für mich da war, wenn ich jemanden brauchte. Nie meine 'Freunde'. 
Es sind Erfahrungen, Erlebnisse, die mir die - ja nenn ich's mal Fähigkeit - gegeben haben, zu schreiben, was ich schreibe. Durch Erlebnisse und das, was man dadurch gelernt hat, sieht man die Welt anders. Und diese Blickwinkel kann man in die Personen, die man fiktiv erschafft, einfließen lassen. Es ist einfach auf diese Art und Weise zu schreiben - zumindest für mich. Ich kann auf viele Erinnerungen zurückgreifen und einfach daraus das machen, was ihr von mir zu lesen bekommt.

Und wenn ich mir jetzt mein Archiv ansehe, was ich euch bereits hochgestellt habe auf FF.de zum Beispiel, sind das Geschichten wie Speechless (als Leseprobe und eine meiner etwas sehr viel älteren Geschichten [was man auch am Stil erkennt *hust* Der ist nun ja*hust*]) oder Allein (momentan in Überarbeitung), dann wird man sehen, dass ich sehr viele Geschichten schreibe, mit dunklem Hintergrund. Mit dunklen Gedanken jeglicher Art. 
Gerade Allein thematisiert etwas, das ich persönlich sehr gut kenne. Schule. 
Schule war für mich immer die Hölle. Die Leute dort, die Lehrer dort (bis auf ein paar Ausnahmen) und der Fakt, anders zu sein. Anders im Sinne von: Man passt nicht in die vorgefertigte Form der Gesellschaft. Du kleidest dich anders - dunkel und schwarz und ... so wie man sich fühlt. Du hast die Haare anders, du hörst andere Musik als der Mainstream (Charts und man kennt das ja). Man ist einfach anders und weil die Leute seit jeher nicht verstehen, dass anders sein nicht gleich schlecht ist und sie nicht verstehen, was du tust oder warum du so bist, wie du bist... Weil sie es einfach nicht VERSTEHEN, wird man zur Zielscheibe. Man wird einfach zur Zielscheibe von allem. Und wenn man sich wehrt, wird es schlimmer. Die Erfahrung habe ich machen dürfen. Wenn man sich wehrt, wird es immer schlimmer. Also lässt man es einfach irgendwann. 
Und wenn sich dann noch die Freunde, von denen man geglaubt hatte, sie seien eben das Freunde, dann steht man allein vor einer Wand Menschen, die allein durch ihre Mainstreamzugehörigkeit und ihr NICHTVERSTEHEN deiner Person gegen dich sind. Es ist einfach so. Man kann es nicht erklären und man sollte es lieber nicht versuchen, weil es bringt im Endeffekt nämlich nichts. 
Ich habe ganze Nächte durchgeheult, war tatsächlich oftmals kurz davor (durch das Mobbing), zu Dingen zu greifen, die den seelischen Schmerz milden könnten. Aber ich hatte meine Familie - ich konnte mit ihnen sprechen und so etwas hilft ungemein. Wenn man jemanden oder mehrere Personen hat, mit denen man sprechen kann, wird einem einfach eine unglaubliche Last von den Schultern genommen und man kann wenigstens ein paar Atemzüge wieder frei und tief tun, ohne gleich wieder loszuheulen oder an andere Dinge zu denken. 
Das einzige was ich aus der Zeit an selbstverletztendem Verhalten mitgenommen habe, ist das Problem mit meinen Fingern. Für viele scheint es trivial zu sein, aber in Stresssituationen, Angstsituationen oder in Situationen, in denen ich mir fremd vorkomme und mich unwohl fühle, fange ich an, die Nagelhaut abzuziehen. Was das Schlimme daran ist: Ich merke es nicht. Es ist in solchen Situationen kein Schmerz da. Und das ist das Problem. Zu wissen, warum man es tut, womit es zusammenhängt und es dennoch immer wieder zu machen und das inzwischen seit ... vierzehn Jahren, ist beängstigend.
Ich versuche etwas dagegen zu machen, aber es wird nichts. Seit Jahren komme ich von dem Problem nicht los. Auch wenn ich es gern will. Schöne Finger und hübsche Nägel sind deswegen nämlich nur ein Traum und ich hasse es. Und ich weiß, ich würde es genauso hassen, wenn ich damals mit der Klinge herumgeschlitzt hätte - was ich Gott sei Dank nicht getan habe. 
Was ich damit sagen will ist Folgendes: Hier kommen wir zum Erfahrungswert für oder mit Charakteren zurück. Jede Geschichte, die ich schreibe, hat einen Teil von mir. Kein beschissener Autor kann sich davon freisprechen, einfach zu schreiben. Es steckt in jeder Story ein Teil des Autors. Heißt ja nicht umsonst: Mit Herzblut zu schreiben. Es ist nämlich wahr. 
Und jetzt zu dem Punkt, warum ich diesen ganzen Mist eigentlich zum Thema mache. Zum Thema meines Blogs, zum Thema meiner Storys... Und zwar ist das ganz einfach: Ich will damit aufmerksam machen. Aufmerksam darauf, dass Mobbing scheiße ist (Es ist scheiße und es war scheiße und wird es auch für immer sein). Dass selbstverletztendes Verhalten nicht von irgendwoher kommt. Schon mal den Jungen oder das Mädchen mit den zerschnittenen Armen gefragt, warum? Kann ja sein, dass man der Grund dafür ist. Möglich, oder? Oder der Kumpel, der den oder diejenige immer angegriffen hat.
Die Menschen, die das dickste Fell vorweisen können, sind die, die am verletzlichsten sind. 
Ich weiß, dass dieser Wille, aufmerksam zu machen (Durch Fanfiktion oder Eigene Geschichten) ist vielleicht ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber es ist mir egal. 
Früher in Kunst, wenn wir eine Reflektion schreiben sollten, zu dem Bild das wir angefertigt hatten, wusste ich nie, welche Intention ich bitte haben sollte. Es war eine Aufgabe. Aber als Autor kann ich fast immer sagen, was ich damit aussagen will. 
Nehmen wir nur meine beschissene Fanfiktion von Attack on Titan her. Ich hab sie Under your Wings genannt. Und das nicht nur weil ich den Titel zufällig geil fand. Nein. Unter deinen Flügeln kann so viel Interpretationsspielraum geben, das es einen beinahe beängstigen sollte. Für die, die sie gelesen haben, ist es vielleicht einfach zu erkennen, worauf ich hinaus will. 
Der Hauptperson in der Story - Eren Jäger (Ich hab ihn mir von Herrn Isayama geborgt) - hatte eine beschissene Beziehung, Angst vorm Reden, Angst vor seinen Gefühlen, Angst vor einfach allem, was andere Menschen angeht. Er zieht sich aus Angst, etwas falsch zu machen, zurück. 
Ich weiß nicht, wie viele von euch diese oder eine andere, ähnliche Situation kennen, aber ich kenne sie. Zuhause zu sitzen, allein in seinem Zimmerchen und auf Facebook auf die Chatliste rechts im Bildschirm zu starren und zu denken: Schreib ich oder schreib ich nicht? Das Gefühl zu nervig zu sein, zu klettig zu sein und es dann einfach zu lassen... Kennt ihr das? Wenn ja - es ist schrecklich, oder? Es ist absolut grauenhaft. 
Oder Angst davor, Gefühle zu zeigen und deswegen zu Grinsen und zu Lachen, wenn all die anderen es auch tun, nur um der Frage nach dem: "Was denn mit dir schon wieder los?" zu entgehen. Jeden Tag. Beinahe jeden Tag, wenn ich in der Uni bin. Weil: Es interessiert dort ohnehin niemanden. In der Familie oder bei echten Freunden, ist es egal, ob man mal scheiße drauf ist, einfach losheult oder wirklich aus tiefster Seele zu fluchen beginnt. Aber in der Uni - umgeben von Kommilitonen, die zwar meinen, man sei deren Freund? No Way. Never! Deswegen beantworte ich die Frage schon immer mit: "Alles fresh!" Und das nur, um Erzählungen von meiner Person aus dem Weg zu gehen. Weil warum soll ich von mir erzählen, wenn die, denen ich es erzähle, das Handy rausholen und im Internet zugange sind, während ich ehrlich bin? Nein. 
Und solche Dinge kann man in Fanfiktions und eigenen Storys verpacken, ohne dass es jemand wirklich sofort bemerkt. Und so kam ich auf den Titel und die ganze Idee hinter der FF. Unter your Wings - Vertrauen lernen, Vertrauen geben, Halt geben, Unterstützen und die Vergangenheit ... wenigstens für ein paar Stunden vergessen. Unter deinen Flügeln wieder das Fliegen lernen.
Und das ist nur ein Beispiel für alles andere, was auf meinem Rechner herumspukt. Ich mein, nicht alles was ich schreibe, hat diesen Hintergrund, aber vieles. 
Auch Precious soll das'Wachrüttel'-Moment haben. Dort ist Eren (Ich hab ihn mir wieder von Herrn. Isayama geliehen) an den Rollstuhl gefesselt - doch cool damit. 
Viele Leute gehen davon aus, dass Behinderte ihr Leben von Grund auf scheiße finden. Aber ich habe viele kennen gelernt und viel über solche Menschen gelesen und herausgefunden, dass nicht alle Leute, die nicht das Glück haben wie wir sehen, laufen, lesen oder hören zu können, gar nicht so behindert sind, wie wir denken. Sie sind sehr selbstständig, wollen nicht einmal immer Hilfe. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich bin es leid, immer zu hören: Oh, der ist sitzt im Rollstuhl, der ist behindert, der kommt mit seinem Leben nicht klar. 
Meine Frage dann: Hast du jemals mit einem solchen Menschen gesprochen? Scheinbar nicht. Weil was für uns behindert ist, ist für diese Menschen Alltag. Und deswegen ist meine Figur (wenn auch nur geliehen) eigenständig, voller Lebensfreude, positiv etc. Weil nicht alle immer dunkel und düster ist. Es wird in der Geschichte noch zu Konflikten kommen - sicher, um die kommt man im RL auch nicht herum - aber ich schreibe nicht aus einer total normalen Durchschnittsansicht. Allein aus dem Grund, weil es mir nicht passt. Und auch aus dem Grund, dass ich nicht durchschnittlich denke oder handle und auch nicht schreibe. 
Und ähnlich verhält es sich mit dem Thema der Sexualität. Meine Charaktere sind oftmals Bi, Schwul/Lesbisch, Asexuell oder was auch immer. Hetero kann jeder (ich bin es zwar selbst, aber gehöre dennoch zu den grey/gray-asexuellen Menschen dieser Welt- dazu vielleicht in einem anderen Post mehr). Denn, auch wenn wir inzwischen recht viele Grenzen überschritten haben, hängen wir noch immer an Schimpfworten wie: Schwul! Oder du bist doch behindert! fest. Leider. Zwar kann ich nicht viel daran ändern und werde es wohl auch nicht können, aber ich kann Schwulenliteratur schreiben, ohne dass es mir jemand verbieten kann. Und je mehr wir davon haben, desto größer wird der Markt und vielleicht auch das Interesse und vielleicht - in vielleicht 20 -30 Jahren - haben wir es dann geschafft, dass man nicht mehr mit dem Outing kommen muss. Vielleicht ist es dann so, dass man einfach sagen kann: Ich bin mit XY zusammen (egal ob Mann, Frau, Transgender, Transverstit etc.pp). Mir ist das ohnehin alles recht latte, wer mit wem und warum, weil es mich nichts angeht. Ich will einfach nur, dass man erkennt, dass da nichts Schlimmes dran ist. Weder an einer Behinderung, noch an der Sexualität oder daran, wie seelisch kaputt ein Mensch ist. 
Man muss all die Menschen so nehmen, wie sie sind. Es ist nicht immer leicht, das weiß ich und ich merke es jedes Mal, sobald ich jemanden neu kennen lerne (worin ich echt grottenschlecht bin, weil Menschen? Menschenmassen? Fremde Menschen und ich? Oha - oft nicht gut. Also seid mir bloß nicht böse, wenn ich schweigend vor oder neben euch stehe ^^). Menschen sind nicht leicht. Nie. 
Weil sie nicht eindimensional sind. Und sie sind alle ein Puzzle aus dem, was war und dem, was kommt. Gefüllt mit Angst, Mut, Hass, Verzweiflung - alles, was einen Charakter baut. Man muss es nur verstehen oder es zumindest versuchen. 
Und deswegen bin ich'n beschissener Autor. Weil ich das will, weil ich das kann, weil ich ... einfach nur schreiben kann (was wohl zu ziemlich das einzige ist, worin ich wirklich Talent zu besitzen scheine :))
Ok. Soviel dazu.
Soviel zu mir. 
Zu meinen Geschichten. Den Hintergrund und alles andere. Wie gesagt, ist recht persönlich und ich hoffe, nicht zu persönlich. 
PS: Ich war nie bei einem Psychologen, denn, wenn man 'ne coole Familie hat, ist man schon gerettet genug. Man redet auch nur mit dem Psychodoc - kann man auch mit Freunden oder eben der Familie machen. Nur bloß nichts in sich hineinfressen. Das wird nichts! Glaubt mir. 

Und auch wenn's affig und klischeehaft wirkt: Mein Facebook-Künstleraccount Alette hat 'ne geniale Mailfunktion. Also wenn euch diese beschissene Erde zu schlucken scheint, die Decke über euch zusammenstürzt, eure Alten scheiße zu euch sind oder... Ihr einfach nur glaubt, den Halt zu verlieren und mit niemanden reden zu können: Schreibt mir 'ne beschissene Mail. Einfach schreiben, schreiben, schreiben, bis der Frust von der Seele ist. Mehr kann ich leider nicht anbieten. Aber wie gesagt, aus eigener Erfahrung weiß ich, wie gut das tut. Und ich habe schon vielen Leuten zugehört :) 

Gut~
Alette over and out!

Sonntag, 17. Mai 2015

Überarbeitungen

Es ist bereits Mitte Mai und ich komme daher und schreibe den ersten Post des Jahres? Was is' denn da schiefgelaufen?
Egal. Hier bin ich und habe eigentlich ... nicht viel mitzuteilen. 
Nur ein paar Punkte hier und da, die eventuell erwähnenswert wären: 

1) Ich habe einige Geschichten von meinen FF.de-Profil gelöscht.
> Warum? 
Ich werde sie überarbeiten, da ich sie mit meinem jetzigen Schreibtstil nicht weiterschreiben kann. Also werden sie von ganz vorn aufgerollt und neu bearbeitet. Dies bezieht sich auf die Story Deep Blue und auf die Story Allein (diese wird auch noch einen neuen Namen erhalten. Jedoch dazu dann mehr). 

2) Habe ich ein paar alte Geschichten aus meinem Archiv gekramt und werde an diesen weiter arbeiten. Mein Ziel ist es, wenigstens eine Story bis Ende des Jahres bei Verlagen vorgelegt zu haben. Ich hoffe auf eine Chance zur Veröffentlichung und werde dazu dann auch im späteren Verlauf noch etwas sagen, wenn ich so weit bin, um überhaupt Infos dazu rausgeben zu können. 

3) Habe ich begonnen auf einem separaten Online-Account auf FF.de unter dem Namen Elenoire Fanfictions zu schreiben. 
> Warum?
Um Schreibtiefs im Zuge der Arbeit an meinen eigenen Charakteren/Storys zu überbrücken und noch mehr Schreibpraxis zu gewinnen. Der einzige Weg, sich als Autor/Schriftsteller zu verbessern ist der, immer weiter zu schreiben. Und ich fand die Möglichkeit ganz gut, die sich geboten hatte. Vor allem auch, weil SnK oder auch AoT(Attack on Titan) einer meiner Lieblingsanimes ist und es auch zur Abwechslung mal Spaß macht, sich nicht mit den eigenen Charakteren auseinandersetzen zu müssen ;)

4) Habe ich jetzt eine Facebook-Seite, die euch schnell über Neuigkeiten etc. informiert. Ihr findet mich dort unter Alette Jenkins. Dem Namen, der, sollte es zu einer Veröffentlichung einer meiner Romane kommen (irgendwann in ferner, ferner Zukunft vielleicht), auch mein Autorenname sein/bleiben wird.