Mittwoch, 2. Dezember 2015

Plotsetting und co~

Long time no see, what? But here I am and I’ve got some interesting news for you guys!

Während ich so durch Tumblr sufte, fand ich einen interessanten Eintrag eines Autoren-Blogs, den ich eigentlich ganz passend fand und auf den ich mich hier auch gern beziehen möchte. Ich verlinke euch den Eintrag natürlich unter diesem Beitrag, immerhin plagiieren wir hier nicht!

Und da es sich hier bei meinem Blog ja auch um einen Autorenblog handelt, gibt es hier von mir die für euch teilweise übersetzten und mit meinen eigenen Ideen dazu gespeisten Tips, wie man Plot Pitfalls vermeiden kann.
Auf geht’s!

1.: Wir alle kennen es. Wir lesen über unsere fertige Kurzgeschichte oder gar über das fertige Manuskript eines ganzen Romans und müssen feststellen, dass sich einige Passagen anhören, als hätten wir sie uns „geliehen“. Aus einem Film, einem Roman, einem Hörbuch – irgendetwas, das wir einst gehört oder gesehen haben, setzen wir um und merken erst im zweiten oder dritten Lesen, dass das einem mächtig bekannt vorkommt.
Der Tipp hierzu ist: Druckt euch das Manuskript aus! Nehmt einen Textmarker und markiert jede Passage in eurem Text, der in irgendeiner Form mit einem anderen Buch o.a. Ähnlichkeit hat (vgl. http://howtowritemyownbook.tumblr.com/post/133277585835/11-plot-pitfalls-and-how-to-rescue-your-story) Das ist vor allem deswegen wichtig, weil man dann nicht so schnell des Ideendiebstahl bezichtig werden kann. Mir selbst ist es oft aufgefallen, wenn ich Fantasy-Romane schreibe.
J.J.R. Tolkien (Herr der Ringe/Der Hobbit) ist für mich der Gott des Fantasy, dicht gefolgt von G.R. Martin (Game of Thrones) und auch J.K. Rowling (Harry Potter) gehört für mich dazu. Aber ich in meinen Geschichten auch nur die kleinste Passage finde, die ich ähnlich in einem der Bücher gelesen habe, streiche ich sie ohne zu zögern. Immerhin will ich meine eigene Geschichte, meinen eigenen Roman mit einer eigenen Welt und eigenen Personen. Wenn ich etwas übernehmen wollen würde, würde ich eine Fanfiktion schreiben. Deswegen ist es wichtig, diese Passagen zu kennzeichnen und letztlich dafür zu sorgen, dass man vielleicht durch Notizen am Rand oder einer Kladde andere Ideen festhält, die man verwenden kann oder auch nur eine Bemerkung macht, dass man hier definitiv noch einmal dran arbeiten muss.
Nur so etwas verlangt auch viel Geduld und Disziplin. Die Überarbeitung eines Manuskripts ist stets der eigentlich aufwändigste Teil des ganzen Prozesses. Denn gerade in dieser Nacharbeitung verpasst man dem Stück den Feinschliff, der fehlt um es von einem Stück Kohle zu einem Diamanten werden zu lassen.

2.: Wenn der Leser bereits weiß, was passiert (vgl.), habt ihr ebenso ein Problem. Denn dann legt er/sie das Buch aus der Hand und hat keine Lust, es weiter zu lesen. Dasselbe kennt man doch vom Film, nicht wahr? Wenn man bereits am Anfang weiß, worauf die Story hinausläuft, schaltet man den Film aus oder sucht einen anderen im Programm.
Ihr kennt das vielleicht von einigen Büchern oder auch Filmen. Es ist langweilig, wenn man weiß was passiert oder das Buch voll von langweiligen Mary Sues und Garry Stues ist. Wo bleibt da die Spannung, wo ist der Plot Twist? Oder wann kommt das Plot Bunny?
Tipp: Vermeidet Plotideen, die abgegriffen sind. Das heißt, versucht einen Bogen um Ideen zu machen, die es zuhauf auf dem Markt gibt (vgl. http://howtowritemyownbook.tumblr.com/post/133277585835/11-plot-pitfalls-and-how-to-rescue-your-story)
Mein Tipp: Selbst wenn ihr einen abgegriffen Plot als Grundlage gewählt habt, kann man da noch immer etwas daraus machen. Ihr müsst nur die Schwachstellen finden! Und wenn ihr sie nicht findet, dann fragt einen Kumpel, ob er mal ein Auge auf euer Manuskript wirft und euch die Schwachstellen aufzeigt (Kritik von anderen IST wichtig, denn eure Augen allein sehen nicht alles, glaubt mir). Und auf der Grundlage könnt ihr dann wunderbar an einer Lösung pfeilen.

3.: Der Plot ist zu komplex (vgl. http://howtowritemyownbook.tumblr.com/post/133277585835/11-plot-pitfalls-and-how-to-rescue-your-story)
Ihr schreibt ein Buch, in dem noch tausende von Nebenhandlungen eingebaut sind, damit man den Hauptplot versteht? Sie hat etwas erlebt, das nun dazu führt, dass sie das tut und das tut sie nur, weil sie das früher getan hat und sie denkt, dass das richtig ist, weil da dieser eine Kerl ist, der das vor drei Jahren in dieser einen Situation gesagt hat? Äh, what?
Und das alles ist wichtig zu wissen, nur damit man ihre eigentliche Handlung im Buch versteht?
Solche vielschichtigen Handlungen, die nur durch beispielsweise fünf Nebenhandlungen verstanden werden können, sind zu viel. Dabei verklemmt jede Hirnwindung und man hat keine Lust mehr, weiter zu lesen. Natürlich sind einige Nebenhandlungen oder Wege in die Vergangenheit nötig, wenn man einen vielleicht innerlich kaputten Charakter hat, der eiskalt zu anderen ist. Natürlich kann man dann einen Abstecher in die Vergangenheit machen und erklären, warum er so ist, wie er ist. Aber nicht nur in einem Kapitel. Stückchenweise reicht es auch aus. Vielleicht erklärt ihr in einem Kapitel, warum er andere nicht an sich heranlässt damit, dass er im Krieg viele Freunde und Kameraden verloren hat und es nicht erträgt, weitere Menschen verlieren zu müssen. Und vielleicht erklärt ihr dann in einem anderen Kapitel, dass er sich genau deswegen auch so kalt verhält, damit niemand es wagt, an ihn heranzukommen.
Man kann ohne sehr verdichtete Komplexität dafür sorgen, dass ein Plot nicht zu oberflächlich aber gleichzeitig nicht zu hohl ist. Versteht ihr, was ich damit meine?
Es braucht vielleicht ein bisschen Planung, einen Zeitverlauf und oft auch einen genauen Überblick, um so etwas zu schreiben, aber hier ist PLANUNG ein Punkt, um den man nicht herumkommt, wenn man einen recht komplexen Charakter nicht ZU undurchsichtig und verwirrend werden lassen will. Denn dadurch kann auch oft die ganze Handlung überkomplex und undurchsichtig werden.

4.: Logik.
Logik ist ein großer Faktor in jeder Geschichte. Warum sollte ich etwas lesen wollen, das absolut unlogisch ist? Das ganze Plotsetting ist verworren, ergibt keinen Sinn und ist auf losem Fundament gebaut, das bei jeder weiteren Seite des Buches weiter zu bröckeln scheint.
Auch hier ist es wichtig, dass ihr diese Schwachstellen findet. Gegebenen Falls mit der Hilfe eines Freundes oder des Bruders/der Schwester, was auch immer. Aber Hauptsache ist, dass ihr diese Problemstellen findet und sie behebt. Es wäre nicht schön, wenn man diese Schwachstellen unentdeckt lässt und dann feststellen muss, dass sie die ganze Story kaputt machen und niemand sie deswegen lesen möchte.
Daher ist es wichtig, dass ihr euch vielleicht einen Verlaufplan macht. Ich hab auch nicht viel von langen Plänen und generell Storyplanning gehalten, aber es ist wirklich wichtig. Wenn man nicht immer wieder nachgucken will, was man ca. 100 Seiten vorher geschrieben hat, dann lohnt es sich wirklich, einen Plan anzulegen (abgesehen davon ist es auch eine gute Möglichkeit, um den Kopf von Ideen leer zubekommen und weiter denken zu können, anstatt ewig auf derselben Stelle zu treten, bis man mal was geschrieben bekommt).

Dies sind natürlich weniger Punkte als in dem original Tumblr-Post, aber das hier sind die für MICH WICHTIGSTEN Punkte auf der Liste.


Greez~

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